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Newsletter vom 10. September 2018


   Waffenrecht und Waffenpässe

Mit 14. September 2018 treten neue Bestimmungen zum Waffenrecht in Kraft. Die Neuerungen betreffen verschiedene Aspekte, die im letzten Jahr auf EU-Ebene mit Richtlinie Nr. 2017/853 beschlossen wurden. Einige der wichtigsten Neuerungen, welche der Ministerrat mit gesetzesvertretendem Dekret Nr. 104/2018 beschlossen hat:
• Die Dauer des Waffenpasses (Jagdgewehrschein) wird künftig von sechs auf fünf Jahr heruntergesetzt. Damit erübrigt sich das Problem der unterschiedlichen Laufzeit von Jagdgewehrschein und EU-Feuerwaffenpass;
• Bisher durfte man maximal sechs Sportwaffen pro Kopf besitzen. Dieses Limit wird nun auf zwölf erhöht;
• Die Meldung des Besitzes von Waffen oder Munition kann künftig, alternativ zur Anmeldung vor Ort, telematisch mittels zertifizierter elektronischer Post (PEC) erfolgen.
Eine Änderung wurde zudem auf dem Gebiet der Waffenpässe beschlossen. Neu ist, dass nun die Rehabilitierung in den berühmt-berüchtigten Art. 43 des Einheitstextes der Sicherheitsgesetze aufgenommen wurde. Damit erhalten die Quästoren bei der Ausstellung der Waffenpässe wieder jenen Ermessensspielraum zurück, der ihnen infolge zweier Gutachten des Staatsrates entzogen worden war. Sobald die einschlägigen Rundschreiben des Innenministeriums vorliegen, werden wir zu den Neuerungen ausführlich berichten. An dieser Stelle sei den Südtiroler Parlamentariern für ihren Einsatz gedankt, allen voran dem Kammerabgeordneten Albrecht Plangger und dem Senator Meinhard Durnwalder.


   Wildunfälle 

Die Wildunfälle auf Südtirols Straßen nehmen zu. Im letzten Jahr sind uns 950 Zusammenstöße zwischen Motorfahrzeugen und Wildtieren gemeldet worden, das sind 18 pro Woche, fast drei pro Tag. Wildtiere, die unter die Räder von Fahrzeugen geraten, sind zumindest verletzt, meist endet ein Zusammenstoß tödlich. Aber auch die Fahrzeuglenker selbst können zu Schaden kommen. Am letzten Wochenende sind zwei Motorradfahrer verletzt worden. Einmal war ein Rotwildkalb angefahren worden, im zweiten Fall hat ein Stück Rotwild einen Fahrer zwar wohl nur gestreift, dieser ist aber gestürzt. Motorradstürze enden ja fast nie glimpflich. Dem Tier ist in diesem zweiten Fall nichts oder nicht viel passiert.
Nun wird die Frage diskutiert, warum es zu so vielen Verkehrsunfällen mit Wildtieren kommt und wie man diese vermeiden oder zumindest reduzieren könnte. Einige Gründe für die zunehmenden Wildunfälle liegen auf der Hand: Das Verkehrsaufkommen auf unseren Straßen nimmt kontinuierlich zu. Gerade in den Sommer- und Herbstmonaten trägt der Tourismus das Seine dazu bei. Die Menschen haben auch ihr Freizeitverhalten geändert: Es waren vermutlich noch nie so viele Menschen in der freien Natur unterwegs wie letzthin. Nicht einmal in den Dämmerungs- und Nachtstunden kehrt Ruhe im Revier ein. Die Wildtiere reagieren mit einem veränderten Verhalten auf diese Umstände. Sie sind mehr auf den Läufen, vielleicht manchmal geradezu auf der Flucht vor der fortwährenden und zunehmenden Störung. Deshalb treten Wildunfälle immer häufiger auch an Straßenabschnitten auf, die bislang nicht als Wildwechsel-gefährdet galten.
Die Hauptursache für den Zusammenstoß mit Wildtieren liegt wohl in der hohen Geschwindigkeit, mit der die Fahrzeuge auf den immer besser ausgebauten Straßen unterwegs sind. Das gilt nicht nur, aber vor allem für die Motorräder. Eine Passstraße zur Hauptverkehrszeit zu überqueren ist für ein Stück Wild durchaus riskant und für die Fahrer oft genug verhängnisvoll.
Die nachstehende Tabelle zeigt, wie viele Unfälle in den einzelnen Jagdbezirken unseres Landes im letzten Jahr gemeldet wurden.

 Bezirk  Rehwild  Rotwild  Gamswild  Schwarzwild 
 Bozen  224 14     
 Brixen  110  2
 Bruneck  177 11    
 Meran 92 26 1  
 Oberpustertal    111 16    
 Sterzing  42 6    
 Unterland  39 5
1
 Vinschgau  51 13    
 Gesamt 847 97 1 3

Zwar hat die Südtiroler Jägerschaft nach Möglichkeit und Verfügbarkeit Wildwarnreflektoren an solchen Straßenstücken angebracht, wo mit erhöhtem Wildwechsel gerechnet werden muss, weil die Fahrbahnen an Wälder oder an Wiesengelände grenzen. Allheilmittel ist dies aber keines.
Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass im September die Zusammenstöße mit Rotwild zunehmen. Die wirksamste Vorbeugung wäre, die Geschwindigkeit zu drosseln und das Fahrverhalten zu ändern. Die meisten Unfälle könnten dadurch vermieden werden.

 Weidmannsheil

Berthold Marx - Landesjägermeister


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