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Newsletter vom 13. Juli 2015

  Autonomie und Jagd
Wir können erst wieder normal an der Jagdverwaltung arbeiten, wenn auch die rechtlichen Voraussetzungen stimmen. Die Erfahrung in Trient hat uns gezeigt, dass es äußerst bedenklich ist, zurzeit jagdliche Bestimmungen zu überarbeiten, weil wir damit rechnen müssen, dass sie nach der Veröffentlichung angefochten werden, mit unabsehbaren Folgen, wie das ausgehen kann. Deshalb haben wir auch versucht, ständig mit Politik und Verwaltung an möglichen Lösungen zu arbeiten. Die Informationsveranstaltungen für jene Reviere, die Anteile an Naturparken haben, waren insgesamt recht positiv, weil unsere Leute gesehen haben, wo es fehlt und wie gearbeitet werden kann. Ein Dank dazu gebührt vor allem dem zuständigen Landesrat Arnold Schuler, dem Landesrat für Raumordnung, Natur- und Landschaftsschutz Richard Theiner, aber auch dem Landeshauptmann Dr. Arno Kompatscher, der in Percha anwesend war, sowie den anwesenden Referenten (Dr. Albrecht Plangger, Dr. Michl Ebner, Dr. Andreas Agreiter, Dr. Anton Egger). Vor wenigen Tagen hat Landesrat Schuler einen weiteren runden Tisch zusammengerufen, wobei über den Stand der Bemühungen um eine bessere Absicherung der Jagd referiert wurde. Mit dabei waren unter anderem Senator Dr. Karl Zeller und Kammerabgeordneter Dr. Albrecht Plangger.


  Kommunikation
Ein ganz großes Bedürfnis ist mir der bessere Informationsfluss. Einige unserer Vorstandsmitglieder waren bei einer Tagung in Tirol, bei welcher es um das Thema der Kommunikation ging. Offensichtlich läuft auch bei vielen anderen Jagdverbänden nicht alles optimal. Allerdings: sie haben durchwegs eine oder mehrere professionell tätige Personen, die sich nur mit der Kommunikation abgeben. Bei uns hängt vieles an einer einzigen Person. Ist diese mit dringenden Sachen beschäftigt, bleibt die notwendige Information, zum Beispiel die Jägerzeitung, liegen.
Ich nenne Euch einige Thesen, die es zu umzusetzen gilt und stütze mich dabei auf ein Arbeitspapier des deutschen Jagdverbandes.
- Information der Mitglieder in deutlich kürzerer Zeit
- Durchlässigkeit der Informationen innerhalb der Verbandsstruktur verbessern
- Regelmäßig bediente Verteiler, E-Mail und soziale Medien
- Weniger Strukturdiskussion und mehr Transparenz durch moderne Kommunikation

Wir müssen auch schauen, dass junge Jägerinnen und Jäger eingebunden werden und mitarbeiten, sodass wir uns auch in den Medien positiv einbringen können. In der Zentrale braucht es jedenfalls professionelle Unterstützung durch eine Person, die haupt- oder nebenamtlich für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.
Was die externe Kommunikation anbelangt, brauchen wir gemeinsame Ziele, damit wir mit einer Stimme nach außen sprechen. Wir brauchen Positionen zu wichtigen Themen, wir wollen auch unser Selbstverständnis stärken, weil die Jagd niemandem schadet, sondern der Allgemeinheit nutzt.

  Rechtliche Konsolidierung
Die Rechtssicherheit ist für uns alle absolut wichtig. Leider nimmt aber gerade diese Rechtssicherheit ab. Zudem verfügen wir Jäger oft nicht über eine konstruktive Streitkultur. Ich merke das an den vielen Einwänden, die von den einzelnen Revieren bei uns landen und notgedrungen bearbeitet werden müssen. Meine Vorstellung wäre, dass die Reviere viel mehr selbst regeln sollten. Denn es kann nicht sein, dass wir unsere wichtige Zeit mit Streitigkeiten in den eigenen Reihen aufbrauchen. Allerdings glaube ich auch, dass für eine zukünftige, solide Verbandspolitik eine rechtskompetente Person im Büro unerlässlich sein wird. Hierzu denken wir an eine baldige Ausschreibung, auch in Vorbereitung einer Ablösung in unserem Büro.

  Interne Reformen
Vielleicht hat der eine oder andere schon gehört, dass mehrere Revierleiter Reformen gefordert haben, auch um die Strukturen, Abläufe und Entscheidungsmechanismen zeitgemäßer zu gestalten. Eine Überarbeitung unserer Satzung samt Wahlmodus gehört dazu. Ich begrüße jede Mitsprache, die von unseren Revieren kommt, weil ich glaube, dass man nur mit der konstruktiven Kritik weiterkommt. Jedenfalls werden wir diesbezüglich demnächst einige Arbeitsgruppen aufstellen.


Noch einige jagdliche Themen:

  Gamsräude in Ausbreitung
Leider sind wir eben in Kenntnis gesetzt worden, dass verschiedene Lungenproben aus bisher gesunden Gamsbeständen Antikörper gegen die Räudemilben zeigten, d.h. dass die dort erlegten Gamsen mit der Milbe in Berührung gekommen sind. Diese positiven Proben stammen von der rechten Talseite des Eisacks (Sarntaler Alpen) von Jenesien bis Mittewald.
Aber auch im Unterland, Truden und Aldein, sind positive Proben ermittelt worden. Wir werden Euch auf dem Laufenden halten und wollen das Beste hoffen.

  Biometrische Daten
Die Revierleiter haben bei unserer letzten Generalversammlung gehört, dass wir unbedingt biometrische Daten über die erlegten Wildtiere sammeln müssen. Wir können damit die jagdliche Entnahme viel besser steuern und begründen, weil wir mehr über das Wild wissen. Die Zukunft der Jagd hängt von der Menge und der Qualität der vorhandenen Daten ab. Bereits heuer sollen Jagdaufseher darin ausgebildet werden, biometrische Daten abzunehmen. Günstig wäre es, wenn solche Jagdaufseher zur Ausbildung angemeldet würden, welche viele Abschüsse in den reviereigenen Kühlzellen besichtigen und vermessen können. Vom 25. bis zum 28. August sollen zwei Kurse in Latemar stattfinden, die jeweils zwei Tage dauern, wobei pro Kurs maximal fünfzehn Teilnehmer eingeschrieben werden können.
Ich bitte die Revierleiter, ihre Jagdaufseher zum Kurs anzumelden, vor allem, wenn diese Jagdaufseher aus wildreichen Revieren stammen, in denen relativ viele Abschüsse an einer Sammelstelle abgegeben werden.

  Befragung zur Vogelschutz- und FFH-Richtlinie
Derzeit findet eine öffentliche EU-Umfrage zu den wichtigsten EU-Naturschutzrichtlinien statt. Der Online-Fragebogen kann im Internet unter https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/EUNatureDirectives ausgefüllt werden. Die Aktion ist bis 25. Juli 2015 offen. Jeder, der den Fragebogen ausfüllt, macht der Jagdpolitik auf EU-Ebene einen großen Dienst. Ich möchte Euch dringend ersuchen, den Fragebogen auszufüllen und zu verschicken. Unten finden Sie unsere Empfehlungen für die wichtigsten Fragen.


Mit Weidmannsheil – Berthold Marx – Landesjägermeister



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