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Newsletter vom 17. Jänner 2018


   Jäger pro Naturvielfalt

Von der Sorge um Lebensraumverluste getrieben, leisten Südtirols Jäger seit vielen Jahren unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden. Ob Auslichtungen, Freischneiden oder Magerrasenpflege, all dies bewahrt Lebensräume vor dem Verfall. Gleichzeitig wird damit aber auch eine Grundlage für den Fortbestand sensibler Arten gelegt. Nicht von ungefähr führt der Wildbiologe Hubert Zeiler Lebensraumverlust und Lebensraumverschlechterung als einen der Hauptgründe für den Rückgang von Birk- und Auerhuhnbeständen an.
Tausende freiwilliger Arbeitsstunden der Südtiroler Jäger sind ein Paradebeispiel für gelebten Naturschutz. Schade, dass nur die Wenigsten in der Bevölkerung davon wissen. Damit sich dies in der Zukunft ändert, wollen wir möglichst alle Projekte zur Lebensraumverbesserung, die in den letzten Jahren umgesetzt wurden, erfassen. Anschließend sollen die Leistungen auf verschiedenen Plattformen und Kanälen der Öffentlichkeit vorgestellt werden, darunter im Manifest für Biodiversität des Dachverbandes der europäischen Jagdverbände FACE. In den nächsten Monaten wird außerdem ein Südtiroler Jäger an der Universität für Bodenkultur in Wien eine Abschlussarbeit über den Einsatz der Südtiroler Jägerschaft zum Erhalt von Wildlebensräumen schreiben. Auch dies wird uns helfen, die geleisteten Arbeiten bekannter zu machen.
Bislang sind uns Lebensraumverbesserungen aus folgenden Revieren gemeldet worden: Ahornach, Antholz, St. Peter/Ahrntal, Percha, Klausen, Kematen, Feldthurns, Kurtatsch, Aldein.
Da diese Auflistung längst nicht vollständig ist, bitte ich darum, uns Informationen über Lebensraumverbesserungen in weiteren Revieren, idealerweise mit Fotomaterial und überschlagsmäßiger Angabe der geleisteten Stunden, zu übermitteln.


   Afrikanische Schweinepest (ASP) kommt näher

Die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ließ aufhorchen und beschäftigt letzthin die Presse im In- und vor allem im Ausland. Es ist gut, wenn wir Jäger frühzeitig mit solchen Gefahren vertraut sind. Deshalb möchte ich nachstehend die Informationen zusammenfassen.
2007 trat die Krankheit in Georgien bei Hausschweinen auf. Von dort rückt die Afrikanische Schweinepest seither nach Westen vor. Auch bei Wildschweinen ist sie schon aufgetreten. Laut EU-Kommission gibt es in den bisher schon betroffenen Gebieten in Estland, Lettland, Litauen, Polen und Tschechien einen deutlichen Anstieg infizierter Schwarzkittel. Seit 1978 soll die ASP auch auf Sardinien präsent sein.
In Deutschland wächst nun die Angst vor einem Ausbruch der Seuche. Die Erreger waren ursprünglich auf Afrika begrenzt, breiten sich aber seit einigen Jahren über Russland und das Baltikum in Richtung Mittel- und Westeuropa aus.
Befallene Haus- und Wildschweine verenden in 90 Prozent der Fälle binnen einer Woche. Neben Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen können Durchfall und Blutungsneigung als Symptome auftreten. Gegenmittel gibt es keines. Bei einem Krankheitsfall in einem landwirtschaftlichen Betrieb muss der gesamte Bestand geschlachtet werden.
Für Menschen und andere Haus- und Wildtiere ist das Virus ungefährlich.

Übertragung durch Fahrzeuge und Kleidung
In den Ursprungsländern wird das Virus von Zecken übertragen. In Europa erfolgt die Übertragung durch direkten Kontakt mit dem Blut und den Ausscheidungen infizierter Tiere. Weitere Übertragungswege sind das Verfüttern von Speiseabfällen oder Schweinefleischerzeugnissen. Außerdem werden Transportfahrzeuge oder kontaminierte Kleidung als Infektionswege genannt. Die größten Risiken bestehen durch die illegale Einfuhr und Entsorgung von virusbefallenem Material sowie durch Fahrzeuge oder Personen entlang des Fernstraßennetzes.

Deutschland fürchtet Milliardenschäden und fordert verstärkte Wildschweinbejagung
Die wirtschaftlichen Folgen eines Ausbruchs in Deutschland wären immens. Exportländer würden Schweinefleisch nicht mehr abnehmen, in Deutschland würden die Preise drastisch fallen. Die möglichen Schäden für die deutsche Landwirtschaft werden auf mehrere Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Letzthin hat sich auch das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ mit dem Thema beschäftigt und dieses mögliche Szenario skizziert.
Im Kampf gegen die Seuche fordern die deutschen Bauernverbände, dass der Wildschweinbestand mit intensiverer Jagd reduziert werden muss. Jäger werden mit Prämien motiviert, mehr Wildschweine zu schießen. Einige Bundesländer haben die Schonzeit aufgehoben, erlauben Nachtzielgeräte oder Scheinwerfer für die Saujagd und zahlen Abschussprämien für Wildschweine. Pro erlegtem Wildschwein sollen Jäger bis zu 25 Euro bekommen.

Starke Entnahme in den Nachbarländern
Die durchaus Besorgnis erregenden Perspektiven aus unseren Nachbarländern zeigen einmal mehr, wie wichtig und richtig es war und ist, das Schwarzwild in unserem Land nicht aufkommen zu lassen.
Die Ausbreitung der Art von Süden her hat bereits seit Jahren die Provinzen Trient und Belluno erreicht. Beeindruckend ist dabei die Entwicklung in der Nachbarprovinz Trient. Bis 2014 kamen dort noch weniger als 200 Stück Schwarzwild im Jahr zur Strecke. Im Vorjahr ist die Zahl auf 382 Stück hinaufgeschnellt.
Noch beeindruckender sind die Zahlen aus Bayern: Dort ist die jährliche Schwarzwildstrecke geradezu explodiert. In den 1990er-Jahren wurden jährlich 15.000 bis 20.000 Stück erlegt, in den letzten Jahren mehr als das Dreifache, nämlich 60.000 bis 85.000.
In unserem Land ist immer versucht worden, einwechselndes Schwarzwild zu erlegen, und, noch wichtiger, die Gehegehaltung in den Griff zu bekommen. Denn das eine oder andere in der freien Wildbahn aufgetauchte Stück dürfte aus Gehegen entlaufen sein. In Südtirol belief sich die Schwarzwildstrecke auf 10 Stück im Jahr 2017.


   Bärenabschuss in Trient war gerechtfertigt

Der Abschuss der Trientner Problembärin KJ2 wird keine strafrechtlichen Konsequenzen haben. Die Staatsanwaltschaft Trient hat die Archivierung des Falles beantragt, da sie der Meinung ist, dass der Abschuss gerechtfertigt war.
Am 12. August 2017 war die Problembärin KJ2 von Trientner Forstbeamten auf Anordnung des Landeshauptmanns Ugo Rossi erlegt worden. Die Bärin hatte wenige Tage zuvor in den Wäldern bei Terlago einen Wanderer angegriffen und schwer verletzt. Anhand von DNA-Analysen konnte der Bärin auch ein weiterer Angriff in den Wäldern bei Cadine im Jahr 2015 nachgewiesen werden. Damals wurde ein Jogger angegriffen und ebenfalls schwer verletzt. Landeshauptmann Ugo Rossi begründete sein Abschussdekret damit, dass der Bär aus Sicherheitsgründen entfernt werden müsste.
Nach der Erlegung des Problemtiers kam es vonseiten der Tierschützer zu heftigen Anfeindungen und Drohungen gegenüber dem Landeshauptmann. Auch Protestkundgebungen wurden abgehalten. In der Folge leitete die Staatsanwaltschaft von Trient Ermittlungen gegen Unbekannt wegen Verletzung von Art. 544bis des Strafgesetzbuches ein (Chiunque, per crudeltá o senza necessitá, cagiona la morte di un animale é punito con la reclusione da quattro mesi a due anni). Als Ermittlungshypothese stand das Töten eines Tieres ohne gerechtfertigten Grund im Raum.
Staatsanwalt Marco Gallina hat nun klargestellt, dass die Erlegung des Bären aufgrund der nachgewiesenen Gefährlichkeit gerechtfertigt war. Nach Ansicht des Staatsanwaltes sei die Notwendigkeit auch dann gegeben, wenn nicht unmittelbare Gefahr besteht.
Die Tierschutzbewegung zeigte sich verärgert über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft und hat bereits Proteste angekündigt.
Erleichtert reagierte indes Landesrat Arnold Schuler: „Hätte das Gericht anders entschieden, wäre es in Zukunft noch viel schwerer geworden, eventuelle Problembären, sollten diese vor allem zur Gefahr von Menschen werden, zu entnehmen.“


    Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ab sofort kostenlos

Nachdem im Jahr 2016 in Südtirol 14 Menschen durch Zecken mit dem gefährlichen FSME-Virus infiziert wurden, hat die Landesregierung eine Vorsorgeoffensive gestartet. Auf Vorschlag von Gesundheitslandesrätin Martha Stocker wurde pünktlich zum Jahreswechsel beschlossen, dass sich alle Südtiroler ab dem 01.01.2018 kostenlos gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen können.
Bereits vor Jahren hatten wir als Südtiroler Jagdverband über die Gefährlichkeit von Zeckenkrankheiten informiert und mehrmals zur vorsorglichen Impfung aufgerufen. Besonders empfohlen sei die Impfung all jenen, die in der Umgebung von Bozen, im Überetsch und Unterland ansässig und im Wald unterwegs sind. Diese Gebiete wurden von der Gesundheitsbehörde bereits 2016 als Zone mit erhöhtem FSME-Risiko ausgewiesen.
Die Anmeldung zur Impfung ist bei der einheitlichen Landesvormerkstelle für die Vorsorge unter folgender Nummer möglich: Tel. 0472 250900.


    Hegeschauen und Bewertungen 2018

Die Termine der diesjährigen Hegeschauen und der Bewertungen finden sich hier: www.jagdverband.it/hegeschauenbewertungen


    Wintersportveranstaltungen 2018

Am 20. Jänner 2018 findet im Skigebiet Schöneben im Obervinschgau der 13. Landeswintersporttag der Südtiroler Jägerinnen und Jäger statt. Nähere Infos finden Sie hier: www.jagdverband.it/landeswintersporttag

Weitere Sportveranstaltungen:
• 03. Februar 2018: 19. Jägerbiathlon in Ridnaun (www.jaegerbiathlon.it)
• 17. Februar 2018: 35. Jägerrodeln in Jaufental (www.jagd-jaufental.org)



 Weidmannsheil

Berthold Marx - Landesjägermeister


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