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Newsletter vom 20.12.2012

Urteil des Verfassungsgerichtshofes – Auswirkungen auf die Jagd
Im Dezember 2011 sind vom Südtiroler Landtag einige Änderungen zum Landesjagdgesetz verabschiedet worden. Die meisten Änderungen sind von der römischen Regierung vor dem Verfassungsgerichtshof angefochten worden. Am 5. Dezember hat nun der Verfassungsgerichtshof ein Urteil gefällt.
Laut Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofes gilt demnach als verfassungswidrig:
  • dass die Haustauben nicht zum Wild gehören;
  • dass Fuchs und Schwarzwild eine Jagdzeit vom 1. Juli bis 31. Jänner erhalten;
  • dass Schneehase und Alpenschneehuhn vom 1. Oktober bis 15. Dezember jagdbar sind (das staatliche Jagdrahmengesetz sieht ein Jagdende am 30. November vor);
  • dass Feldhase und Amsel bis zum 10. Jänner jagdbar sind und dass ab dem 16. Dezember die Jagd auf Wacholderdrossel und Singdrossel an allen Tagen der Woche erlaubt ist;
  • dass der Jagdausweis zur Ausübung der Jagd sowohl in Form der Gebirgsjagd als auch der Ansitzjagd ermächtigt;
  • dass der zuständige Landesrat einen Eingriffsplan gegen die Nutria erlassen kann.
Als direkte Auswirkungen dieses Urteils ist mit Schreiben des Amtes für Jagd und Fischerei die verlängerte Jagdzeit auf Fuchs, Schwarzwild und Hasen untersagt worden und bis zum 10. Jänner lediglich die Jagd auf Wacholderdrosseln und Singdrosseln in den Obst- und Weinbaugebieten zulässig, wobei die vom Staatsgesetz vorgesehene Jagdruhe am Dienstag und Freitag einzuhalten ist.
Das Schreiben des Amtes für Jagd und Fischerei finden Sie auf unserer Website hier.
Das Urteil des Verfassungsgerichtshofes ist unter folgender Adresse zu finden: http://www.cortecostituzionale.it/actionSchedaPronuncia.do

Bär M13 ruft höchste Schweizer Jagdvertreter auf den Plan
Das zweijährige Bärenmännchen M13 hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Ein Zusammenstoß mit der Rhätischen Bahn im Kanton Graubünden hat es ebenso wenig beeinflusst, wie gleich drei Besenderungsaktionen.
Nun hat M13 im Puschlav, das ist eine Region im südlichen Graubünden, nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die eidgenössischen Jagdvertreter auf den Plan gerufen. Er hat in den letzten Monaten nämlich ein Verhalten an den Tag gelegt, welches auch von Amtsdirektor Jörg Brosi und vom höchsten Jagdinspektor Reinhard Schnidrig als bedenklich eingestuft wird.
Zahlreiche Schadensfälle gehen zu Lasten von M13, diese sind es jedoch nicht, welche die Verantwortlichen beunruhigen. Anfang November ist M13 in ein leer stehendes Ferienhaus eingebrochen und hat sich dort den Magen mit Kartoffeln vollgeschlagen.
Bei einer Krisensitzung am 16.11.2012 haben die Verantwortlichen beschlossen, den Bären als „Risikobären“ einzustufen, wenn er sein Verhalten nicht sofort ändert. Dies würde bedeuten, dass M13 aus der Wildbahn entnommen wird.
Kurioses Detail: Seit dem Tag dieser Sitzung hat sich der Bär scheinbar nicht mehr auffällig verhalten.

Lessinia (Prov. Verona) – Wolfspaar wieder bestätigt
Im Gebiet rund um den Parco Naturale della Lessinia, bei Ala an der orografisch linken Seite der Etsch gelegen, lebt seit mehr als einem halben Jahr ein Wolfspaar. Dies konnte erst kürzlich wieder bestätigt werden.
Der Rüde, welcher mit einem Halsbandsender versehen ist, stammt aus der Gegend von Triest. Hier startete er Ende Dezember 2011 mit seiner Wanderung, welche ihn durch bis nach Kärnten und später auch nach Südtirol führte. Slavc, wie er von den slowenischen Forschern getauft wurde, ließ sich am Alpensüdrand auf der Höhe von Ala nieder. Hier bestätigten Aufnahmen von Fotofallen bald die Anwesenheit zumindest eines zweiten Wolfes. Auch der genetische Nachweis wurde bald erbracht. „Giulietta“, das Wolfsweibchen, stammt aus der Population der Wölfe aus den italienischen Westalpen und dürfte sich bereits seit gut einem Jahr im Veneto aufhalten.
Ende August wurde dann eine tote Wölfin aufgefunden, Analysen bestätigten, dass das Tier vergiftet worden war. Es musste daher angenommen werden, dass es sich bei der toten Wölfin um Giulietta und somit um die Partnerin von Slavc handle.
Vor wenigen Tagen brachte das Ergebnis einer genetischen Untersuchung schließlich Gewissheit. Beide Tiere sind noch am Leben, beim gefundenen verendeten Tier handelte es sich um einen weiteren Wolf, welcher in das Veneto eingewandert war.
Erstmals hat sich somit ein Wolf mit Herkunft aus den italienischen Alpen mit einem aus der Population im Dinarischen Gebirge/Balkan zusammengeschlossen.
Aus dem Kanton Graubünden ist in diesem Jahr übrigens das erste Wolfsgeheck der Schweiz nachgewiesen worden.

Schwarzwild – Zunahme erwartet
Der Starkwinter 2008/09 hatte offensichtlich auch dem Schwarzwild in den angrenzenden Provinzen ein wenig zugesetzt. Auch in Südtirol machte sich dies bemerkbar, es wurden weniger Schäden verzeichnet und auch die Abschüsse gingen merklich zurück.
Mittlerweile, so scheint es, haben sich die Schwarzwildbestände wieder erholt, und es muss auch in Südtirol schon bald mit einer deutlichen Zunahme an Tieren gerechnet werden. Die Entwicklung der Bestände in den Nachbarprovinzen ist nämlich bedenklich.
In der Gegend von Pergine, am Eingang der Valsugana, sind die Schwarzkittel erst vor wenigen Jahren erstmals aufgetreten, bei einer in diesem Jahr durchgeführten Zählung wurden bereits über 50 Stück gesichtet. Auch in der Provinz Belluno verzeichnet man stark zunehmende, lokal bereits untragbar hohe Bestände. Hier sind allein im Jahr 2012 bereits über 300 Wildschweine zur Strecke gekommen.
Auch in Nord- und Osttirol, wo das Schwarzwild bisher nur ganz vereinzelt aufgetaucht war, sind Schwarzkittel heuer verstärkt aufgetreten und erlegt worden.
In Südtirol sind in diesem Jahr bislang 15 Wildschweinabschüsse gemeldet worden.

Verfallsdaten Jagdgewehrschein
Im vergangenen Februar wurde ein Staatsgesetz veröffentlicht, das einige Neuigkeiten zu den Verfallsdaten verschiedener Dokumente beinhaltet. Betroffen davon ist auch der Jagdgewehrschein. Bei der ersten Verlängerung nach Inkrafttreten des Gesetzes müssen die Behörden das Verfallsdatum dem Geburtstag des Inhabers angleichen. Das führt dazu, dass der Waffenpass nach der ersten Verlängerung in den allermeisten Fällen etwas länger als sechs Jahre Gültigkeit haben wird, nämlich bis zum darauf folgenden Geburtstag des Inhabers. Für die Jagdgewehrscheininhaber bewirkt das aber keine zusätzliche Pflicht. Das Gesetz müssen die zuständigen Behörden, in unserem Fall sind das die Quästur oder die Polizeiinspektorate, umsetzen. Nähere Informationen finden sich in der »Gazzetta Ufficiale« Nr. 207 vom 5. September 2012.

Entbürokratisierung
Ein kleiner Schritt zur Entbürokratisierung wurde von der Landesregierung kürzlich beschlossen. Das darauf folgende Dekret des Landeshauptmann vom 9. November 2012, Nr. 40, legt fest, dass beim Verkauf eines Stückes Wild nicht mehr zwei Bescheinigungen beizufügen sind, sondern dass die von der kundigen Person unterschriebene »Bescheinigung der Erlegung und der Kontrolle« auch als Wildursprungsschein genügt. Bei einer zweiten neuen Bestimmung geht es um die gegenseitige Anerkennung der Gamspirschführerausweise zwischen den Provinzen Trient und Bozen. Ein Trienter Gamspirschführer kann aber nur dann Pirschführungen in Südtirol machen, wenn der zuständige Revierleiter seine Zustimmung dazu gibt.
Beiden neuen Bestimmungen sind auf unserer Homepage hier abrufbar.

Termine
in Süditrol
14. Jägerbiathlon Ridnaun
am 26. Januar 2013 – Informationen: Tel. +39 0472 656346 oder +39 338 2082288, E-Mail: info@jaegerbiathlon.it
Einschreibungen: www.jaegerbiathlon.it

2. Jägerschießen am neuen 50 Meter Schießstand in Eppan
vom 2. bis 10. Februar 2013 - Ehrenschutz: Landeshauptmann Luis Durnwalder
Schießstand Eppan - Kapuzinerstr. 25/a - Tel. & Fax 0471/664588,
www.sportschuetzen-eppan.it - E-Mail: schiesstand.stmichael@rolmail.net

30. Jägerrodeln in Jaufental
Am 2. Februar 2013 wird das traditionelle „Jägerrodeln mit Luftgewehrschießen auf der Strecke“ auf der Rodelbahn Waldeben im Jaufental ausgetragen werden. Weitere Infos hier.

Landeswintersporttag 2013 der Südtiroler Jägerinnnen und Jäger
Am 16. Februar 2013 findet im Jagdrevier Graun der Landeswintersporttag der Südtiroler Jägerschaft statt. Weitere infos hier.

außerhalb Südtirols
 

EXPO Riva CACCIA PESCA AMBIENTE
23. bis 24. März 2013 - Messe für Jagd, Fischerei und Umwelt - Riva del Garda TN - www.rivadelgardafierecongressi.it

Die Hohe Jagd & Fischerei
21. bis 24. Februar 2013 - Messe in den Bereichen Jagd, Fischerei und Allrad, Salzburg - www.messe.at

Jaspowa&Fischerei
5. bis 7. April 2013 - Internationale Messe für Jagd und Fischerei - Messe Wien - www.jaspowa.at

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Südtiroler Jagdverband-Schlachthofstraße 57-39100 Bozen-Italien-Tel.: +39 0471 061700-Fax: +39 0471 973786-E-Mail: -www.jagdverband.it
 
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