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Newsletter vom 21. Juli 2016

  Fuchsregulierung vom 22. Juli bis 17. September im Umkreis von 400 Metern von Geflügelhaltungen vorgesehen

Von Amtsdirektor Dr. Luigi Spagnolli erhielten wir Mitte Juli das neue Dekret zur Fuchsregulierung zugesandt. Dr. Spagnolli schreibt:
„Aufgrund des fortwährenden Trends von häufigen Rissen an Hausgeflügel der landwirtschaftlichen Betriebe durch den Fuchs hat der Landesrat Arnold Schuler, auf Grundlage der Gutachten der Wildbeobachtungsstelle des Landes und des staatlichen Umweltinstituts ISPRA, per Dekret eine landesweite Ermächtigung zur Entnahme von Füchsen verfügt.
Die Regulierung ist vom 22. Juli bis 17. September 2016 im Umkreis von 400 Metern um Geflügelhaltungen in den Revieren kraft Gesetzes und Eigenjagden, ausgenommen Biotope mit einer Fläche von weniger als 10 Hektar erlaubt.
Die Regulationsabschüsse sind von gebietsmäßig zuständigen hauptberuflichen Jagdaufsehern, den Angehörigen des Landesforstkorps mit Jagdgewehrschein sowie von Jahres- bzw. Gastkarteninhabern zu tätigen.
Erlaubt ist die Erlegung der Füchse in derselben Tageszeit und mit denselben Jagdmitteln und Modalitäten, welche in der gesetzlichen Jagdzeit des Fuchses vorgesehen sind, zuzüglich der in den nächsten Absätzen beschriebenen besonderen Vorschriften:
  • In jedem Revier ist eine verantwortliche Person zu ernennen. Dieser Kontrollperson müssen die Jagdgänge gemeldet und die erlegten Füchse vorgezeigt werden.
  • Abschüsse sind vom Erleger umgehend in den Kontrollkalender einzutragen. Die erlegten Individuen müssen kartografisch und mit Angabe von Ort, Datum und Uhrzeit in Listen eingetragen werden.
  • Die Revierleiter sind verpflichtet, diese Dokumentation innerhalb 10. Oktober 2016 dem Amt für Jagd und Fischerei zu übermitteln.
  • Mindestens ein Fuchs pro Revier ist dem Tierseucheninstitut abzugeben.“
Den Revierleitern ist das Dekret noch am selben Tag weitergeleitet worden.
Es bleibt zu hoffen, dass es zu keiner Anfechtung kommt. Zur Erinnerung: letztes Jahr war das Sonderdekret zur Fuchsregulierung ab 1. August erlassen, wurde aber angefochten und ausgesetzt. Erst im Nachhinein hat der Verwaltungsgerichtshof das Dekret als rechtens eingestuft.


  Dachsschäden – Genehmigungsverfahren erleichtert

Der Dachs gehört italienweit zu den geschützten Wildarten. Mitunter verursacht die Art allerdings Schäden, die Abhilfe gebieten. Landesrat Schuler hat deshalb ein Dekret verabschiedet, mit welchem das Genehmigungsverfahren vereinfacht wird.
Amtsdirektor Dr. Spagnolli schreibt uns dazu Folgendes:
„Nachdem es immer wieder Fälle gibt, in denen Dachse Schwierigkeiten bereiten, wenn sie Stützbauten, Bahndämme und Trockenmauern landwirtschaftlicher Güter hintergraben, gibt das aktuelle Dekret des Landesrates die Möglichkeit, rasch einzugreifen, d.h. diese Tiere einzufangen und weiter entfernt wieder freizulassen. Erst wenn ein solcher Versuch keinen Erfolg zeigt, kann mit entsprechender schriftlicher Anfrage und entsprechender Begründung um eine Sonderabschussermächtigung angesucht werden. Denn auch dazu liegt ein Gutachten des ISPRA vor, wobei jedoch im Jahr 2016 eine Ermächtigung nur von Fall zu Fall und beschränkt auf zehn Dachse landesweit erfolgen darf.“

Das Dekret sieht unter anderem vor, dass bei Zutreffen der nötigen Voraussetzungen die hauptberuflichen Jagdaufseher und die Angehörigen des Landesforstkorps zum Dachsfang ermächtigt sind, allerdings muss zuerst ein schriftlicher Antrag beim Amt für Jagd und Fischerei eingereicht werden.


  Akute Zeckengefahr

Heuer scheint es besonders viele Zecken zu geben. Das feucht-warme Wetter begünstigt diese Parasiten enorm. Zecken können zwei für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen: die Borreliose und die FSME, das ist eine Gehirnhautentzündung.
Die gemeldeten Borreliosefälle schwanken in Südtirol zwischen 15 und 25 pro Jahr. Die Borreliose ist eine Bakterienkrankheit und deshalb mit Antibiotika behandelbar, allerdings sollte die Behandlung so schnell wie möglich beginnen. Ein ringförmiger Kreis um die Einstichstelle, der sich mit der Zeit vergrößert, ist ein Zeichen von Borreliosebefall. Es empfiehlt sich auf jeden Fall, nach Zeckenbissen einen Arzt zu konsultieren.
In den vergangenen Jahren hat es in Südtirol nur einzelne Fälle von FSME-Erkrankungen gegeben, die von Zecken übertragen worden waren. Heuer sind bereits sieben Fälle bekannt geworden.
Zecken, die das auslösende Virus in sich tragen, scheint es im Überetsch, Unterland und auch schon im Fleimstal zu geben. Personen, die in diesen Gebieten im Wald unterwegs sind, sollten sich impfen lassen. Die Anmeldung zur Impfung erfolgt unter der Telefonnummer 0471 909264.
Der Impfstoff wird in drei Dosen verabreicht, die ersten zwei im Abstand von 14 Tagen bis 3 Monaten, die dritte Dosis kommt zwischen 5 und 12 Monaten nach der ersten Impfung zur Anwendung. Der Impfstoff kostet pro Dosis 28,20 Euro.
Gehirnhaut- und Gehirnentzündungen können schwere Schäden nach sich ziehen. Vorbeugung gegen Zeckenbisse ist auch dadurch möglich, dass man im zeckenverseuchten Gebiet lange, helle Kleidung trägt, und nach Waldgängen den eigenen Körper nach etwaigen Zecken absucht.
Siehe dazu auch einige ältere Artikel aus unserer Jägerzeitung: Nr. 3/2011 (Seite 44), Nr. 4/2007 (Seite 5), Nr. 2/2006 (Seite 39). Die Jägerzeitungen sind unter hier abrufbar.


  Moderhinkeausbruch geklärt?

Im Revier Brenner hat es im vergangenen Winter mehrere schwere Fälle von Moderhinke bei Steinwild gegeben. 14 kranke Tiere mussten erlegt werden. Nun erreicht uns die Nachricht, dass ein Nordtiroler Tierhalter wegen Vernachlässigung der von ihm gehaltenen Schafe bestraft wurde. Er hat an Moderhinke kranke Schafe im Grenzgebiet zu Südtirol aufgetrieben; daraufhin ist auf der entsprechenden Alm und im angrenzenden Gebiet die Krankheit verstärkt ausgebrochen.
Die Moderhinke ist eine sehr schmerzhafte, hoch ansteckende Erkrankung, die auch von Schafen auf Steinböcken übertragen werden kann.


  Gamspirschführerkärtchen

Die Gamspirschführerausweise sind ausgestellt und werden zur Zeit von unseren Verbandsjagdaufsehern an die Reviere verteilt.


  Hochsitze kontrollieren

Vor Beginn der Hauptjagdzeit ist es gut und richtig, auch einmal die Hochsitze zu inspizieren. Nicht stabile oder angefaulte Hochsitze sind unbedingt zu entfernen. Den Unfällen vorzubeugen ist besser als jede Versicherung.


  Jagdwaffenpässe: Staatsrat kennt kein Pardon

Rückschlag für die Bemühungen um eine verfassungsorientierte Auslegung des Art. 43 des italienisches Sicherheitsgesetzes Nr. 773/1931.
Bekanntlich sieht ein Gutachten des Staatsrates aus dem Jahr 2014 vor, dass der Waffenpass nicht ausgestellt bzw. widerrufen werden muss, wenn jemand wegen bestimmten Straftaten (u.a. Diebstahl, Erpressung, Widerstand und Gewalt gegen die Staatsgewalt, unerlaubtes Waffentragen) verurteilt worden ist.
Im vergangen Jahr haben der Kammerabgeordnete Albrecht Plangger und sein Trienter Kollege Franco Panizza mehrfach beim Innenminister vorgesprochen und die teilweise absurden Auswirkungen der restriktiven Auslegung aufgezeigt. Daraufhin gab das Innenministerium im Jänner 2016 beim Staatsrat ein neues Gutachten in Auftrag.
Wie vor Kurzem bekannt wurde, hat sich der Staatsrat im neuen Gutachten nun erneut für die restriktive Auslegung des Art. 43 ausgesprochen.
Der Kammerabgeordnete Albrecht Plangger setzt jetzt mit seinen Kollegen auf eine Abänderung des Art. 43 des italienischen Sicherheitsgesetzes.
Das Ziel ist eine verfassungsorientierte Formulierung des Art. 43. Das italienische Sicherheitsgesetz stammt aus dem Jahr 1931 und ist somit 17 Jahre älter als die Verfassung der italienischen Republik. Dies bedingt, dass mehrere Gesetzesartikel nicht an Verfassungsgrundsätze angepasst sind.
Die soeben von der 1. Sektion des Staatsrates bestätigte restriktive Auslegung des Art. 43 ist jedenfalls nicht der Weisheit letzter Schluss. Im Gegenteil, diese Auslegung ist selbst in Gerichtskreisen höchst umstritten. So hat z.B. die 3. Sektion des Staatsrates im Jahr 2013 ausdrücklich festgehalten, dass eine restriktive Auslegung des Art. 43 von zweifelhafter Verfassungsmäßigkeit wäre. Diese Auffassung teilten letzthin auch die Verwaltungsgerichte von Trient und Florenz.
Zuversichtlich stimmt, dass die Verwaltungsgerichte sowie die rechtssprechenden Sektionen des Staatsrates sich nicht an das neue Gutachten halten müssen, sondern weiterhin frei entscheiden können.
Wir werden weiterhin, so wie bisher, unsere Interessen nach Kräften vertreten.


  EU-Waffenrichtlinie: Drastische Einschränkungen abgewendet

Erfreuliches gibt es von der europäischen Ebene zu berichten. Die EU-Kommission hatte bekanntlich im November 2015 einen Vorschlag zur Änderung der Waffenrichtlinie vorgelegt, der einige radikale Einschränkungen für Waffenbesitzer vorsah.
Dank des unermüdlichen Einsatzes unserer Interessensvertreter konnten nun einige erhebliche Fortschritte erzielt werden. Besonders hervorzuheben sind folgende Erfolge: ein generelles Verbot halbautomatischer Waffen der Kategorie B7 sowie eine europaweite Beschränkung der Gültigkeit des Waffenpasses auf fünf Jahre konnten abgewendet werden. Auch der Waffenerwerb über das Internet soll unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin möglich bleiben.
Besonders verdient gemacht haben sich einige Mitglieder der Intergruppe Jagd im Europäischen Parlament, darunter der Südtiroler Europarlamentarier Herbert Dorfmann, Mitglieder des Binnenmarkt- und Verbraucherausschusses der EU sowie die Dachorganisation der Europäischen Jagdverbände (FACE) unter dem Vorsitz von Michl Ebner.



Liebe Leser der Newsletter, ich wünsche euch eine schöne Zeit, Freude am Wild und

Weidmannsheil
Berthold Marx
Landesjägermeister



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