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Newsletter vom 23. März 2018


  Sanitäre Abschüsse von Steinwild: auch in kleinen Steinwildkolonien möglich  

In der Dezemberausgabe der Jägerzeitung wurde über die Bejagung des Steinwildes berichtet. Es gibt immer wieder Nachfragen, wie der Abschuss von schwerkranken Tieren geregelt ist.
Ein von Landesrat Arnold Schuler im Jahr 2015 erlassenes Dekret ermöglicht die vorzeitige jagdliche Entnahme von schwerkranken Tieren, deren Überleben als unwahrscheinlich erachtet wird. Wenn ein hauptberuflicher Jagdaufseher ein schwerkrankes oder abgekommenes Tier beobachtet, dessen Überleben als nicht wahrscheinlich eingestuft wird, kann der Amtsdirektor auf Antrag des Jagdreviers dieses Stück zum Abschuss freigeben, sofern der schlechte Zustand des Tieres vom Amt für Jagd und Fischerei bestätigt wird. Dieses Dekret gilt auch für die kleinen Steinwildkolonien im Land.
In der Jagdzeit kann die Entnahme auch von einem Jäger in Begleitung des hauptberuflichen Jagdaufsehers getätigt werden. Die Stücke müssen dann vom Jagdrevier ins Tierseucheninstitut zur Untersuchung gebracht werden. Bei gehäuftem Auftreten von Krankheitsfällen muss das Amt für Jagd und Fischerei die weitere Vorgangsweise mit dem ISPRA abklären, so sieht es das staatliche Gutachten für die Steinwildjagd in Südtirol vor.


   Südtiroler Jagdverband ist Organisation zur Förderung des Gemeinwesens  

Was lange währt, wird endlich gut. Vor wenigen Tagen hat der Landeshauptmann die Eintragung des Südtiroler Jagdverbandes in das Landesverzeichnis der Organisationen zur Förderung des Gemeinwesens verfügt. Damit sind wir nun als „Nonprofit-Organisation“ anerkannt, die allgemeine Interessen der Gesellschaft pflegt. Mit dieser Einstufung erhalten wir eine Reihe von Vorteilen. Nachstehend einige Beispiele:
- Tätigkeiten, die wir in Umsetzung unserer statutarischen Ziele ausüben, sind von der direkten Besteuerung befreit, sofern sie zugunsten der Mitglieder und deren Familienangehörigen ausgeübt werden.
- Als Organisation zur Förderung des Gemeinwesens können wir von den lokalen Steuern der Regionen, Provinzen und Gemeinden befreit werden. Auch eine Befreiung von der regionalen Wertschöpfungssteuer IRAP ist vorgesehen.
- Die Eintragung in das Landesverzeichnis ist ein Vorzugstitel bei der Förderung von Projekten über den Europäischen Sozialfonds und beim Abschluss von Konventionen. Außerdem kann uns die öffentliche Hand für die Abwicklung unserer Tätigkeiten Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung stellen oder bewegliche wie unbewegliche Güter als Leihgabe übertragen.


   Neuerung bei Verwaltungsstrafen im Jagdbereich

Das Amt für Jagd und Fischerei teilt mit, dass es Neuerungen im Bereich der Verwaltungsstrafen gibt. Die relevanteste Neuerung betrifft die Konzessionsgebühr für den Jagdgewehrschein. Wer ohne gültige Konzessionsgebühr zur Jagd geht, muss künftig mit einer Geldbuße in Höhe von 333 Euro rechnen. Die Neuerungen sind unter folgendem Link abrufbar: www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/fauna-jagd-fischerei/downloads
Was den Zeitpunkt der Einzahlung der Waffenpass-Gebühr anbelangt, gilt immer noch folgende Regel: Die Einzahlung sollte am besten am Ausstellungstag des Waffenpasses erfolgen. Wurde der Waffenpass am 1. April 2017 ausgestellt, so sollte die Konzessionsgebühr am 1. April 2018 eingezahlt werden. Wenn jemand vom Waffenpass erst zu einem späteren Zeitpunkt (z.B. im Juni) Gebrauch macht, kann man auch erst zu diesem Zeitpunkt einzahlen. Allerdings gilt die Gebühr dann nicht bis zum Juni des darauffolgenden Jahres, sondern wieder bis zum Ausstellungsdatum (1. April).
Die Konzessionsgebühr kann auch vor dem Ausstellungsdatum eingezahlt werden, wenn klar nachgewiesen werden kann, für welchen Zeitraum die Überweisung vorgenommen wurde. In diesem Fall sollte man die Überweisungsbelege der Vorjahre als Beweis aufbewahren.
 

   Landesrat Arnold Schuler lanciert Petition für Regulierung des Wolfes

Die rasche Entwicklung der Wolfspopulation in Italien und in den Nachbarländern führt zu immer größeren Konflikten zwischen Wolf und Nutztierhaltern. Almflächen lassen sich über Herdeschutzmaßnahmen aufgrund der Beschaffenheit und Weitläufigkeit des Geländes kaum schützen. Die Folge ist, dass die Bewirtschaftung von Almflächen aufgelassen wird. Zudem verlieren Wölfe ihre Scheu und kommen dem Menschen und seinen Wohnsiedlungen immer öfter bedrohlich nahe.
Zum Schutz der Berglandwirtschaft und für den Erhalt eines lebendigen ländlichen Raums, aber auch zur Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, ist es unerlässlich, die Regulierung der Wolfspopulationen zu ermöglichen.
Landesrat Arnold Schuler hat eine Petition ins Leben gerufen, die diese Möglichkeit einer geregelten Entnahme von Wölfen fordert. Er möchte damit der ländlichen Bevölkerung eine stärkere Stimme und mehr Gewicht in Rom und Brüssel verleihen.
Unterzeichnet werden kann die Petition noch bis 19. April 2018: Online im Internet unter www.openpetition.eu/!wolf oder in Papierform in allen Gemeindeämtern, Bauernbundbüros und Forststationen des Landes.


    Umfrage zum Thema Wolf

An der Freien Universität in Bozen führt der Masterstudent David Knollseisen aktuell eine Umfrage zum Thema Wolf in Südtirol durch. Er möchte für seine Studienarbeit die Einstellungen von Tierhaltern, Jägern, Jagdaufsehern und Förstern zu diesem aktuellen Thema erheben. Die anonyme Befragung erfolgt online unter dem unten angeführten Link. Die Beantwortung des Fragebogens beansprucht ca. 10 Minuten.
ww2.unipark.de/uc/Knollseisen_Wolf


   Deutschland fordert Überprüfung des Schutztstatus des Wolfes

Im Koalitionsvertrag der künftigen deutschen Bundesregierung wurde die Überprüfung des Schutzstatus des Wolfes festgeschrieben. Nach Schätzung des Deutschen Jagdverbandes umfasst der Wolfsbestand dort mindestens 500 Wölfe, die Fortpflanzungsrate beträgt etwa 30%. Aufgrund der Konflikte in der Kultur- und Agrarlandschaft fordert der Zusammenschluss der Verbände für die Jagd und Wildtiererhaltung in Europa (FACE) eine Aufstellung von Managementplänen, die eine legale Erlegung von Wölfen erlauben, den Aufbau eines länderübergreifenden Monitoringsystems sowie die Errichtung wolfsfreier Zonen.


   Lebensraumverbesserung: Frist für Beitragsansuchen läuft aus

Wichtige Information für all jene Reviere, die auch in diesem Jahr wieder Projekte zur Lebensraumverbesserungen in ihrem Revier planen. Noch bis zum 31. März können Beitragsansuchen zur Förderung dieser Eingriffe an das zuständige Landesamt gerichtet werden. Die entsprechenden Vordrucke und Auflagen sind hier abrufbar: www.provinz.bz.it/natur-raum
Gleichzeitig sei nochmal darum ersucht, uns Informationen über Lebensraumverbesserungen, idealerweise mit Fotomaterial und überschlagsmäßiger Angabe der geleisteten Stunden zu übermitteln. Die Projekte sollen u.a. in einer Diplomarbeit berücksichtigt werden und über verschiedene Kanäle der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bislang sind Lebensraumverbesserungen der Reviere Ahornach, Antholz, St. Peter/Ahrntal, Percha, Klausen, Kematen, Feldthurns, Kurtatsch, Aldein, Rasen und Schlanders gemeldet worden.


   Jägertagung in Aigen / Steiermark

Fuchs, Hund und Wolf
In der heimischen Tierwelt tut sich gegenwärtig viel, ganz gleich, ob bei Wild- oder Haustieren. Menschen sorgen sich, und die Meinungen gehen erwartungsgemäß auseinander. Bei einer jüngst in Aigen im Ennstal stattgefundenen Tagung wurden interessante Forschungsergebnisse vorgestellt, zum einen zu mehr oder weniger bekannten Wildkrankheiten, die auf den Menschen übertragen werden, zum anderen über den Umgang mit dem Wolf. Nicht zuletzt scheinen auch die Hunde, zumindest was die Krankheiten anbelangt, eine zunehmende Bedeutung zu gewinnen.
Der Fuchs ist in Teilen Österreichs Träger des Fuchsbandwurms. Das betroffene Gebiet dehnt sich aus. Dort sind rund ein Drittel der Füchse vom Bandwurm befallen. Der gefährliche Parasit kann auch auf den Menschen übertragen werden. Zurzeit erkranken österreichweit rund zehn Menschen pro Jahr. Ein möglicher Vektor des Parasiten sind Hunde, die, wenn sie im Gelände unterwegs sind, den Bandwurm in Menschennähe bringen können.
Neu und nicht weniger besorgniserregend sind Fälle von Hundebandwurm in Österreich. 2017 wurde dieser Parasit bei 40 Personen entdeckt, mit einem deutlichen Schwerpunkt in Ostösterreich.
Hundebandwurmbefall führt bei Menschen zu ähnlichen Krankheitserscheinungen wie der Fuchsbandwurm. Meist werden die Leber, seltener die Lunge und eher selten andere Organe befallen. Es bilden sich langsam wachsende Zysten, die in der Regel erst entdeckt werden, wenn sie schon ziemlich groß sind. Die ersten Symptome sind oft Bauchschmerzen.
Hundehalter sind also aufgerufen, auf ihre Vierbeiner zu achten, zum Beispiel mit regelmäßigen Untersuchungen und entsprechende Vorkehrungen. Dazu gehört, dass Hunde in freier Natur möglichst unter Kontrolle gehalten werden sollten.
Zur Ausbreitung des Wolfes scheint allgemein die Skepsis zu wachsen. Die Forscher schließen Gefahren durch den Wolf für den Menschen nicht oder nicht mehr aus. Das gilt besonders für jene Länder, in denen Wölfe mehr und mehr in Menschennähe zu finden sind. Während in Amerika die Wölfe relativ dünn verbreitet sind, nimmt ihre Dichte in Europa rapide zu. In Deutschland sollen gegenwärtig mindestens 500 Wölfe leben, in Italien sind es schätzungsweise fünfmal so viele. Österreich ist noch sehr dünn mit Wölfen besiedelt, nur gut ein Dutzend Wölfe gibt es dort zurzeit.
Bei der Jägertagung in Aigen in Ennstal wurde zwei Tage lang intensiv über diese und andere Themen diskutiert. Die größte Aufmerksamkeit galt dabei dem Wolf, dessen Rückkehr nicht nur die Landwirte besorgt.   


   Jägertage in Ratschings

Vom 6. bis 8. April 2018 finden in Ratschings wieder die „Jagertoge“ statt. Weitere Infos unter www.jagdverband.it/de/aktuelles 



 Weidmannsheil

Berthold Marx - Landesjägermeister


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