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Newsletter vom 30. Juni 2016

  Innenministerium: Jagdwaffenpass ohne Konzessionsgebühr ungültig

Laut Rundschreiben des Innenministeriums vom 20. Mai 2016 ist der Waffenpass ungültig, wenn die jährliche Konzessionsgebühr in Höhe von 173,16 € nicht entrichtet wurde. Das Innenministerium beruft sich dabei auf ein Gutachten der Agentur der Einnahmen. Beim Kauf von Waffen und Munition muss man damit rechnen, den Nachweis über die Einzahlung der Konzessionsgebühr vorlegen zu müssen.
Obwohl die jüngste Auslegung des Innenministeriums rechtlich nicht unumstritten ist, herrscht Grund zur Vorsicht. In den vergangen Tagen kam es bereits zu mehreren Anzeigen gegenüber säumigen Jägern.
Es wird daher dringend angeraten, auf die fristgemäße Einzahlung der Konzessionsgebühr zu achten.
Für welchen Zeitraum gilt eine bezahlte Konzessionsgebühr?
Die jährliche Konzessionsgebühr für den Jagdwaffenpass gilt für den Zeitraum von 12 Monaten ab Ausstellungsdatum des Jagdwaffenpasses. Sie deckt also nicht ein ganzes Jahr ab dem Datum der getätigten Einzahlung, wie manche irrtümlicherweise annehmen.
Dazu ein konkretes Beispiel: Wurde der Waffenpass am 1. April 2016 ausgestellt, gilt die erste Konzessionsgebühr bis zum 31. März 2017. Will man nach diesem Zeitpunkt vom Waffenpass Gebrauch machen, so ist vorher die Konzessionsgebühr zu entrichten. Bezahlt man diese z.B. am 20. April, so gilt sie nicht bis zum 19. April des darauffolgenden Jahres, sondern bis zum 31. März, da das Ausstellungsdatum des Waffenpasses der 1. April ist.


  Natura-2000-Gebiete: Landesregierung schließt Umwandlung ab

Wie in der Februar-Newsletter berichtet, hatte die Landesregierung zu Jahresbeginn das Verfahren für die definitive Umwandlung von 35 „Gebieten Gemeinschaftlicher Bedeutung“ in „Besondere Schutzgebiete“ eingeleitet.
Mit 14. Juni 2016 wurde nun die Umwandlung dieser Gebiete definitiv genehmigt. Landesrat Richard Theiner erklärte, dass die formelle Verpflichtung Voraussetzung dafür sei, dass Fördermaßnahmen der EU ausgezahlt werden können. Nach Angaben des Landesrates würden dadurch jährlich rund 1,3 Millionen Euro an Landschaftspflegeprämien und Natura 2000 Aufwertungsmaßnahmen sichergestellt.
Der Hintergrund: Mit der Flora-Fauna-Habitat Richtlinie der EU vom Mai 1992 waren die Mitgliedsstaaten verpflichtet worden, Natura-2000-Schutzgebiete für den Schutz von Arten und Lebensräumen von gemeinschaftlicher Bedeutung auszuweisen. Hierzu mussten die Mitgliedsstaaten, bzw. in unserem Fall das Land Südtirol, zunächst geeignete Flächen als Gebiete von Gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) einstufen. Dies ist in Südtirol bereits vor der Jahrtausendwende geschehen. Nach Maßgabe der FFH-Richtlinie hätten die als GGB ausgewiesenen Flächen innerhalb von sechs Jahren in so genannte Besondere Schutzgebiete (BSG) umgewandelt werden müssen. Nachdem staatsweit in mehreren Gebieten diese Zeitspanne erheblich überschritten worden ist, hatte die EU-Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren eröffnet.
Mit dem definitiven Abschluss des Umwandlungsverfahrens am 14. Juni hat die Landesregierung den SOLL-Beitrag zur Abwendung eines EU-Vertragsverletzungsverfahrens geleistet und so auch die weitere Auszahlung der EU-Fördermaßnahmen sichergestellt.
Bezüglich Jagdausübung ändert sich in den genannten Gebieten nichts.


  Revierleiter-Versammlung: Politik steht hinter Südtirols Jagd

Kürzlich fand in Dorf Tirol die Generalversammlung der Revierleiter statt. Revierleiter Eduard von Dellemann hatte mit seiner Mann- und Frauschaft die Organisation übernommen. Die Gelegenheit der Generalversammlung nehmen wir immer wieder wahr, um darzustellen, was unsere Reviere, unsere Jägerschaft für Umwelt, Lebensräume, Wild und Jagd leisten. Wir können nicht oft genug sagen, dass es die Jagd braucht, dass das Wild bei den Jägerinnen und Jägern in guten Händen ist, dass wir vielfältige Leistungen erbringen. Heuer wollte ich auch die Mitarbeiter unseres Büros zu Wort kommen lassen. Unser Wildbiologe Lothar Gerstgrasser analysierte die Abschussergebnisse und verglich deren Entwicklung mit den Tendenzen auf Staatsebene. Unmissverständlich kam dabei zutage, dass die Jagd ohne wissenschaftliche Grundlage in unseren Tagen nicht mehr gesichert ist. Geschäftsführer Heinrich Aukenthaler berichtete über die Aufgabenteilung im Verbandsbüro, über die Kernthemen, die unsere Leute tagein, tagaus beschäftigen und in welche Richtung schwerpunktmäßig die Arbeit gehen muss: Mehr die Themen bedienen, die für die Mehrheit der Jäger wichtig sind, weniger Einzelprobleme aufkommen lassen. Dies sollte auch mittels klarerer Richtlinien und einer besseren Information und Aus- und Weiterbildung möglich sein.
Der im Verbandsbüro tätige Jurist Benedikt Terzer berichtete über die Entwicklungen rund um die jagdlichen Bestimmungen auf EU- und Staatsebene. Er hob die Bemühungen hervor, welche seitens des Jagdverbandes im Laufen sind, um auf den verschiedenen Ebenen günstige Entscheidungen für unsere Südtiroler Jagd zu erreichen. Die Gastredner nahmen diese Botschaft mit Zustimmung auf. Sowohl Landesrat Arnold Schuler als auch der Parlamentarier Albrecht Plangger und der Europaparlamentarier Herbert Dorfmann bestätigten den regen Austausch von Informationen und die Abgleichung von Strategien. Landesrat Arnold Schuler streift in seiner inhaltsreichen Rede alle aktuellen Themen, angefangen von den Bemühungen in Rom um mehr Autonomie bis zu den Sachbereichen Großraubwild und Jägerausbildung.
Der abschließende Pflichtteil betraf die Genehmigung von Abschlussbilanz und Haushaltsvoranschlag, die einstimmig erfolgten. Eine Forderung nach mehr Einbindung der Revierleiter in bestimmte Entscheidungen wollte ich mit der Zusicherung beantworten, zugesagte Versammlungen und Diskussionen auch durchzuführen.
An dieser Stelle danke ich auch noch einmal allen, die bei der Abhaltung unserer Veranstaltung, in diesem Falle der Generalversammlung, mitwirken und mithelfen.


  Einhaltung der Hygienebestimmungen

Seit dem Jahr 1988 gilt die EU-Hygienerichtlinie in unserem Land als umgesetzt. Das entsprechende Dekret des Landesveterinärdirektors Nr. 95726/31.12 vom 19.02.1988 legt unter anderem fest, unter welchen Umständen Wildfleisch in den Verkehr gebracht werden kann, wie die Wildabgabestellen eingerichtet sein müssen, welche Aufgaben die sogenannte kundige Person zu erfüllen hat.
Vor Kurzem hat die Landesveterinärbehörde Kontrollen in den Wildabgabestellen angekündigt, auch um sicherzustellen, dass die nun einmal bestehenden Regeln nicht in Vergessenheit geraten oder gar vernachlässigt werden.
Der Zuständige des Landesveterinärdienstes Dr. Franz Hintner hat zur Verbreitung folgender Botschaft ersucht:
„Ich finde die Information wichtig, dass wieder vermehrt Kontrollen von Seiten des tierärztlichen Dienstes betreffend die Wildbrethygiene und Wildbretvermarktung durchgeführt werden. Wir ersuchen auch die Revierleiter und Jagdaufseher, dass sie uns bei diesem Vorhaben mit ihrer Erfahrung unterstützen. Nur so kann langfristig der Ruf des Wildfleisches in das richtige Lot gebracht werden. Weiters wünschen wir, dass neben den gut ausgestatteten Wildzellen auch jene, die Mängel aufweisen, den heutigen Standards angepasst werden“.


  Gamswildsymposium in Kufstein

Das beschlossene Symposium über das Gamswild ist nun offiziell ausgeschrieben. In der Folge die entsprechende Ankündigung:
Symposium
HEIMATWILD ALPENGAMS - NACHHALTIG ERHALTEN
Kufstein, Tirol - 27. Bis 28. Oktober 2016


Das Symposium „HEIMATWILD ALPENGAMS NACHHALTIG ERHALTEN“ der FACE, des Bayerischen Jagdverbandes e.V., des Südtiroler Jagdverbandes und des Tiroler Jägerverbandes widmet sich der Zukunft der Alpengams. In Zentrum stehen die länderübergreifende, nachhaltige Bewirtschaftung der Wildart sowie die Bewahrung des Lebensraumes. Ziel des Symposiums ist die Erstellung eines Strategieplans zum Management der Alpengams.
Teilnahmegebühr: pro Tag € 40, inkl. Tagungsband und Kaffeepausen
Anmeldung: auf www.tjv.at/gamssymposium2016 oder per Mail an info@tjv.at, per Fax unter +43 (0) 512 571093-15 oder per Post an: Tiroler Jägerverband, Christine Lettl, Meinhardstraße 9, 6020 Innsbruck.
Weitere Infos auf www.tjv.at/gamssymposium2016
Kontakt DE: Bayerischer Jagdverband, Susanne Schmid, Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen, Susanne.Schmid@jagd-bayern.de, Fax +49 (0) 89 990234-37
Kontakt IT: Südtiroler Jagdverband, Schlachthofstraße 57, 39100 Bozen, info@jagdverband.it, Tel. +39 0471 061700

Vorläufiges Programm

27. Oktober 2016

ab 08:30 Uhr: Anmeldung
09:30 Uhr: Begrüßung & Eröffnung
10:00 Uhr: Themenblock I – Gams & Mensch
12:00 Uhr: Mittagspause
13:30 Uhr: Themenblock II – Lebensraum und Nutzung
15:00 Uhr: Kaffeepause
15:30 Uhr: Themenblock III – Verhalten, Stress und Bejagungsstrategien
19:00 Uhr: Abendprogramm im Hotel Andreas Hofer

28. Oktober 2016
09:00 - 12:00: Workshops Gamsmanagement / alternativ Exkursion „Lebensraum Alpengams“
Mittagspause
13:30 Uhr: Begrüßung & Einleitung
13:45 Uhr: Vorstellung der Workshop-Ergebnisse
14:30 Uhr: Diskussion und Zusammenfassung des Strategieplans
16:00 Uhr: Veranstaltungsende


  Dekret zur Regulierung des Murmeltieres und des Fuchses

Fast täglich werde ich zurzeit gefragt, ob unser Landesrat auch heuer wieder ein Dekret zur Regulierung des Murmeltieres und des Fuchses erlassen wird. Das Amt für Jagd und Fischerei hat mir auf meine Nachfrage mitgeteilt, dass die entsprechenden Dekrete in Vorbereitung sind. Die Sonderermächtigung zur Regulierung des Fuchses soll noch im Hochsommer erlassen werden. Im Amt sind nämlich wieder unzählige Schadensmeldungen eingegangen.
Bekanntlich sind die Sonderermächtigungen zur Regulierung des Fuchses und des Murmeltieres, welche Landesrat Schuler im Vorjahr erlassen hatte, vom Verwaltungsgericht Bozen für rechtmäßig erklärt worden. Wir sind somit zuversichtlich, dass die Sonderermächtigungen in diesem Jahr nicht mehr vorzeitig ausgesetzt werden und dass eine planmäßige Regulierung der Bestände erfolgen kann.
Genauere Details zu den Sonderermächtigungen hat das Landesamt allerdings noch nicht bekannt gegeben. Bei Inkrafttreten des Dekretes werde ich euch umgehend darüber informieren.


Liebe Leser unserer Newsletter, ich danke Euch für Euren Einsatz für unser Wild, für unsere Jagd, und grüße Euch mit einem herzlichen

Weidmannsheil
Berthold Marx
Landesjägermeister



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Südtiroler Jagdverband-Schlachthofstraße 57-39100 Bozen-Italien-Tel.: +39 0471 061700-Fax: +39 0471 973786-E-Mail: -www.jagdverband.it
 
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