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Newsletter vom 5. Juli 2019


   Stabwechsel in der Geschäftsführung

Am 31. Mai dieses Jahres verabschiedete sich unser Geschäftsführer Heinrich Aukenthaler nach 37 erfolgreichen Jahren in den Ruhestand. Aukenthaler studierte Biologie in Florenz und wechselte dann in den Lehrerberuf. 1978 wurde er Jäger, 1981 Revierleiter seines Heimatreviers Stilfes im Wipptal. Im Sommer 1982 wurde Aukenthaler zum Geschäftsführer des Südtiroler Jagdverbandes ernannt. Die Meilensteine in seiner Funktionsperiode waren die Möglichkeit der Rotwildentnahme im Nationalpark Stilfser Joch für die örtliche Jägerschaft, die Verabschiedung des Landesjagdgesetzes, die Gründung der Jägerschule Hahnebaum und damit verbunden die Ausbildung der Jagdaufseher sowie die Umstrukturierung und Digitalisierung der Büroorganisation, um nur einige zu nennen. Als Geschäftsführer prägte Aukenthaler das Südtiroler Jagdwesen über fast vier Jahrzehnte hinweg und unterstützte insgesamt fünf Landesjägermeister mit seinem beeindruckenden Wissen, seinem scharfen Verstand und seiner großen Eloquenz. Mit diesen Eigenschaften bereicherte er auch zahlreiche Gremien: Abschussplankommission, Wildbeobachtungsstelle, Jagdaufseher-Prüfungskommission Jägerprüfungskommission, Verwaltungsrat der Südtiroler Landesmuseen, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Volkskundemuseums.
Zu seinem Nachfolger bestimmte der Vorstand Benedikt Terzer, der seit Oktober 2015 als Direktionsassistent unseres Verbandes tätig war. Terzer, 1990 in Bozen geboren, absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und an der Universitá Cattolica del Sacro Cuore in Mailand. Anschließend arbeitete er bei verschiedenen Forschungsprojekten zur Südtirol-Autonomie an der Universität Innsbruck mit und veröffentlichte mehrere Publikationen im Bereich des Autonomie-, Jagd- und Waffenrechtes. Seit 2015 ist er Jäger im Revier Kurtatsch. Auf die Frage, was der scheidende Geschäftsführer seinem Nachfolger wünsche, meint Aukenthaler: „Dem Benedikt brauche ich nichts zu wünschen, als so weiterzumachen wie bisher. Er ist ein brillanter Jurist mit einem großen Wissen und Durchblick und wird seine Aufgabe bestens erfüllen.“


   "Wie das Wetter sich am Siebenschläfer verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt."

Meran 39,9 °C, Salurn 37,7 °C, Sterzing 33,5 °C, Toblach 28,8 ° Celsius. Diese Werte lassen erahnen, dass wir einen heißen Sommer vor uns haben könnten, denn sie stammen vom 27. Juni, dem Siebenschläfertag. Dieser gilt seit alters her als Wetter-Lostag. Doch stimmt diese Bauernregel überhaupt?
Tatsächlich hat es mit dem Siebenschläfertag wirklich etwas auf sich, so wie mit den Eisheiligen im Mai, oder mit dem Altweibersommer Ende September. Was geschieht nun am Siebenschläfertag?
Das Wetter in Europa wird vom Jetstream bestimmt, einem breiten und sehr starken Windband, das in großer Höhe von West nach Ost über uns hinweg weht. Um das Siebenschläferdatum herum stabilisiert sich der Jetstream meist für einige Wochen. Je nach Verlauf des Jetstreams kann es über einen längeren Zeitraum sonnig und trocken oder regnerisch und unbeständig sein. Allerdings: Das Datum des 27. Juni stammt noch aus der Zeit vor der Gregorianischen Kalenderreform 1582. Wie bei vielen Bauernregeln muss es um einige Tage nach hinten korrigiert werden. Nach heutiger Zeitrechnung würde der Siebenschläfertag auf den 8. Juli fallen. Auch wenn das Datum nicht mehr ganz stimmt, die Trefferquote der Bauernregel beträgt immerhin bis zu achtzig Prozent.
Mit dem Nagetier hat der 27. Juni übrigens nichts zu tun. Vielmehr geht dieser Lostag auf eine alte Legende zurück: Sieben junge Christen suchten in der Zeit der Christenverfolgung um das Jahr 250 n.Chr. in einer Berghöhle Zuflucht, wurden entdeckt und lebendig eingemauert. Der Legende nach starben sie nicht, sondern schliefen 195 Jahre lang. Am 27. Juni 446 wurden sie zufällig entdeckt, wachten auf, bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten und starben wenig später.


   Jäger und Landwirte retten Rehkitze vor dem Mähtod

Juni ist Mähzeit bei den Bauern und Setzzeit bei vielen Tieren, auch bei den Rehen. Doch leider werden die Bergwiesen jedes Jahr im Frühsommer zur tödlichen Falle für viele neugeborene Rehkitze, denn die Rehgeißen suchen gerne die Wiesen in Waldrandnähe als Kinderstube aus.
Die Geißen setzen die Kitze sehr oft im hohen Gras, weil der Nachwuchs dort vor natürlichen Feinden gut geschützt ist und suchen sie nur zum Säugen auf. Man sagt, die Kitze werden »abgelegt«. Die Kitze sind mit ihrem getüpfelten Haarkleid gut getarnt und drücken sich in den ersten Tagen, das heißt, sie bleiben auch bei Gefahr regungslos liegen und sind für den Landwirt nicht sichtbar. Dadurch kommt es oft zu Mähverlusten. Erst ab einem Alter von zwei bis vier Wochen flüchten die Kitze, wenn Gefahr droht.
Das Absuchen der Wiese unmittelbar vor der Mahd und das „Vorausgehen“ vor der Mähmaschine wird schon seit vielen Jahren von der Jägerschaft praktiziert, um zumindest einen Teil des Jungwildes vor den Messern der Mähmaschine zu retten. Auch akustische Warngeräte haben sich als einigermaßen erfolgreich erwiesen. In den letzten Jahren werden in einigen Revieren des Landes auch moderne Flugdrohnen mit Wärmebildkamera dazu eingesetzt, um die Kitze früh morgens vor der Mahd zu orten. Jäger und Helfer bringen jedes gefundene Kitz an den sicheren Wiesenrand, wo eine Kiste Schutz vor Mähmaschine und Fuchs bietet. Nachdem die Wiese gemäht ist, kann das Junge wieder in Freiheit entlassen werden, wo es sogleich, wie die Beobachtungen gezeigt haben, von der Rehgeiß empfangen wird.
Einige hundert Kitze werden jedes Jahr auf diese Weise vor einem qualvollen Tod gerettet. Auch den Landwirten ist es ein großes Anliegen, die Mähverluste so gering wie möglich zu halten. Die Mitarbeiter unseres Verbandsbüros führen gerade bei den Revieren eine Umfrage durch, um einen Überblick über die angewandten Methoden und den Erfolg der Bemühungen zu erhalten.
 


   „Wild-Wissen“ neu aufgelegt 

Dass es so lange dauern würde, das Lernbuch für die Südtiroler Jägerprüfung neu zu überarbeiten, damit hatte sicher keiner der Beteiligten gerechnet, als 2017 das erste Mal darüber gesprochen wurde, die Arbeit hierzu anzugehen. Über ein Jahr lang hat sich eine Arbeitsgruppe intensiv mit der Überarbeitung des Lernbuches für die Südtiroler Jägerprüfung befasst. Ende Juli wird nun das Buch endlich im Handel erscheinen, mit noch mehr Informationen zum Thema Wild, Pflanzen, Jagd und Waffenkunde, mit interessanten Illustrationen und vielen Aufnahmen Südtiroler Naturfotografen sowie mit einem eigens aufgelegten Ergänzungsheft zum Thema Jagdrecht in Südtirol.
Das Buch soll in einigen Monaten auch in italienischer Sprache erscheinen.

„Wild-Wissen“
Lebensraum – Biologie – Jagd
Lernbuch für die Jägerprüfung und Praxis
Athesia-Verlag - Preis 29,90 Euro

Ergänzungsheft „Jagdrecht in Südtirol“
Athesia-Verlag - Preis 9,90 Euro
  

Weidmannsheil

Berthold Marx - Landesjägermeister


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