Seltene Greifvögel auf Besuch in Innichen
Zwei Rotmilane halten sich seit dem 20. März im Revier Innichen auf. Verbandsjagdaufseher Reinhard Pipperger bemerkte die Tiere auf der Sonnenseite am Innicherberg, vor allem aber im Gebiet des Berggasthofes Stauderhof. Ihm gelang es auch, die gezeigte Aufnahme zu machen.
Das Bild weist den eleganten Greifvogel eindeutig als Rotmilan aus. Das auffälligste Kennzeichen ist der gegabelte Schwanz. Rotmilane werden deshalb auch als Gabelweihen bezeichnet. Auch in der Färbung erkennt man Milane unschwer. Die Schwanz- oder Steuerfedern sind fuchsrot, ebenso Gefiederpartien an den Vorderflügeln und an der Brust- und Bauchseite. Der Kopf ist auffallend hell gefiedert, fast weißlich, und mit einem feinen Streifenmuster versehen.
Im Flug halten Milane die Flügel etwas gewinkelt, der Kopf ist abwärts gerichtet, man hat den Eindruck, als würden die Vögel andauernd nach Beute spähen. Rotmilane sind nicht so stark ans Wasser gebunden wie ihre dunklen Vetter, die Schwarzmilane. Das Brutgebiet liegt in Europa hauptsächlich in Spanien, allgemeiner im Mittelmeerraum, aber auch in Norddeutschland, England, Südschweden und im Baltikum.
Rotmilane ernähren sich von kleinen Säugetieren, Vögeln, Fröschen und zu einem guten Teil auch von Aas. Als Brutlebensräume bevorzugen sie offenen Landschaften mit Waldungen, die Brutbäume liegen meist am Waldrand. Der Horst wird in der Regel mit allerlei Zivilisationsmüll wie Nylontaschen u.Ä. ausgepolstert. Das Vorkommen in Innichen gilt als kleine Sensation. Wir danken unserem VJA Reinhard Pipperger für die interessante Meldung.