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Wildbeobachtungsstelle begutachtet Ausnahmeregelungen

Es wird in nächster Zeit weniger jagdliche Ausnahmeregelungen geben. Dies zeichnete sich bei der letzten Sitzung der Wildbeobachtungsstelle ab.
Das Landesjagdgesetz erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen Sonderermächtigungen für die Wildentnahme, z.B. in geschützten Biotopen, außerhalb der üblichen Jagdzeiten oder auf nicht jagdbare Wildarten.
Diese Ausnahmeregelungen müssen aber von der Wildbeobachtungsstelle begutachtet werden. In den letzten Jahren sind die verfügten Sonderdekrete immer öfter angefochten worden, und zwar mit Erfolg. Letztes Jahr kam es z.B. zur Aussetzung der Entnahmemöglichkeiten auf den Steinmarder, auf den Dachs, auf das Murmeltier und auf das Schalenwild und den Fuchs in den geschützten Biotopen.

Neue Verfügungen müssen den gerichtlichen Entscheiden Rechnung tragen. Die Folge wird sein, dass heuer einige gewohnte jagdliche Ausnahmeregelungen wegfallen oder nur eingeschränkt wirksam werden.

Die Jagd auf Schalenwild und auf den Fuchs in den größeren Biotopen wurde letztes Jahr vom Verwaltungsgericht gestoppt. Heuer wird voraussetzlich nur die Fuchsjagd in allen Biotopen, die größer als 10 Hektar sind, erlaubt, und zwar aus Gründen der Tollwutvorbeugung. Schalenwildentnahmen aber werden nur in jenen größeren Biotopen ermächtigt werden, welche direkt an Intensivkulturen angrenzen und in denen das Schalenwild auch tatsächlich Einstände hat. Dies bedeutet, dass die Ausnahmeermächtigung auf den Vinschgau beschränkt sein wird.

Auch die Regulierung des Steinmarders ist letztes Jahr von der „Liga gegen die Vivisektion“ („LAV“) erfolgreich angesetzt worden. Als Folge werden heuer nur mehr hauptberufliche Jagdaufseher nach Feststellung eines effektiven Schadens mit Falle und Gewehr intervenieren können. Außerhalb der Jagdzeit auf den Fuchs wird die Ermächtigung nur mehr den direkt beim Amt für Jagd und Fischerei bediensteten Beamten des Landesforstkorps und den Verbandsjagdaufseher erteilt werden. Letztere werden voraussichtlich nur zum Fang etwaiger Schaden anrichtender Steinmarder ermächtigt.

Für die Dachsentnahmen gilt Ähnliches. Sie werden von Fall zu Fall erlaubt, sofern dokumentierte Schäden auftreten.

Die Entnahme der Murmeltiere war letztes Jahr bereits deutlich eingeschränkt. Landesweit wurde ein Abschussplan von rund 1000 Stück genehmigt, davon wurden etwa 800 erlegt. Allerdings wurde auch dieses Sonderdekret von der „LAV“ angefochten und daraufhin vom Staatsrat ausgesetzt. Heuer wird die Murmeltierentnahme wieder nur in jenen Revieren und Gebieten erlaubt, wo Schäden festgestellt werden und wo der Bestand hoch ist.
Das einzige Mittel, die Einschränkungen rückgängig zu machen, besteht in der Verabschiedung einschlägiger Gesetze. Vor allem auf das in Überarbeitung befindliche Staatsgesetz wird einige Hoffnung gesetzt. Aber auch auf Landesebene könnte eine Gesetzesverabschiedung bewirken, dass die Entnahmemöglichkeiten des Schalenwildes und des Fuchses in größeren Biotopen in Zukunft erleichtert werden.

Leider wird es immer schwieriger, die jagdlichen Ausnahmeregelungen in der gewohnten Form abzusichern.

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