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Schutz der Lebensräume - Jäger packen an

19.06.2018

Für ein kleines Land in den Alpen ist Südtirol reich mit Tier- und Pflanzenarten gesegnet. Dafür gibt es mehrere Gründe, wie beispielsweise die große Höhendifferenz, die verschiedenen Gesteinsarten, oder die großen regionalen Klimaunterschiede im Land.

Besonders ausschlaggebend ist natürlich auch die Güte der Lebensräume. Gerade sensible Wildarten, wie beispielsweise Birk-, Auer- und Haselwild stellen besondere Anforderungen an ihre Lebensräume.
Lebensraumverlust und -verschlechterung gelten als einer der Hauptgründe für den Rückgang bestimmter Wildarten sowie das Biodiversität allgemein. Der Lebensraumschwund ist in erster Linie auf eine Bewaldung und mangelnde Pflege von Alm- und Freiflächen zurückzuführen.
Seit vielen Jahren leistet die Südtiroler Jägerschaft Maßnahmen zur Erhaltung der Wildlebensräume und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum langfristigen Erhalt zahlreicher Tier- und Pflanzenarten.



Die Eingriffe zur Lebensraumverbesserung erfolgen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden (Abteilung Naturschutz, Abteilung Forst- und Jagdwirtschaft) der Autonomen Provinz Bozen-Südtirol.
In den letzten Jahren wurden einige Projekte zur Lebensraumverbesserung über den Landschaftsfonds der Autonomen Provinz Bozen unterstützt (siehe hierzu die Projekte Nr. 1- 11). Mehr Informationen zum Landschaftsfond finden Sie auf  www.provinz.bz.it/de/dienstleistungen)

Ziel der freiwilligen Arbeitseinsätze der Jägerschaft ist eine Verbesserung und Wiederherstellung des natürlichen Lebensraumes sensibler Wildarten sowie die Förderung der Biodiversität. Die kontinuierliche Weiterführung der Maßnahmen führt Schritt für Schritt zu einer besseren Vernetzung von verschiedenen Lebensräumen.

In den Jahren 2016 und 2017 wurden Verbesserungsmaßnahmen für Wildtierarten und Lebensräume auf insgesamt mehr als einem Dutzend Projektflächen durchgeführt. Dabei wurden insgesamt rund 4.000 Handarbeitsstunden geleistet.
Nachfolgend werden einige der durchgeführten Maßnahmen zur Lebensraumverbesserungen kurz vorgestellt.

  1. Lebensraumerhaltung Örtlichkeit Ahornacher Bergwiesen im Natura 2000 Gebiet „Naturpark Rieserferner-Ahrn“  

Auf dieser Projektfläche wurden Entstrauchungsarbeiten hauptsächlich zu Gunsten des Birkwildes umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinhuhn, Steinadler, Wespen- und Mäusebussard oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Waldohreule, Gams- und Rehwild sowie Schneehase. Gleichzeitig wurde eine artenreiche Borstgrasrasenwiese erhalten, indem Jungwuchs entfernt und eine Erhaltungsmahd durchgeführt wurde. Abwechslungsreichen Strukturen und Randlinien geben einen unregelmäßigen Charakter und schaffen natürliche Nischen.
Durchgeführt vom Jagdrevier Ahornach, 220 ehrenamtliche Handarbeitsstunden.







  2. Lebensraumverbesserung Örtlichkeit Kassefeld im Natura 2000 Gebiet „Naturpark Rieserferner-Ahrn“  

Mit dem Vorhaben wurde das Habitat von Birk- und Gamswild erhalten und verbessert. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinhuhn, Steinadler, Sperlingskauz, Raufußkauz, Reh- und Rotwild sowie Schneehase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde zur Totholzförderung aufgestockt.
Durchgeführt vom Jagdrevier Antholz, 92 ehrenamtliche Handarbeitsstunden.







  3. Lebensraumerhaltung Örtlichkeit Pürschtal im Natura 2000 Gebiet „Naturpark Rieserferner-Ahrn“   

Konkret wurden auf dieser Projektfläche Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Hasel- und Auerwild, sowie Reh- und Rotwild umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinadler, Habicht, Sperber oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Gamswild und Feldhase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde zur Totholzförderung aufgestockt.
Durchgeführt vom lokalen Jagdrevier St. Peter/Ahrntal, 230,5 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.







 4. Verbesserung von Birkwildebensraum und Erhaltung Artenreiche Borstgrasrasen Örtlichkeit Hühnerspiel/Hochnall im Natura 2000 Gebiet „Naturpark Rieserferner-Ahrn“   

Auf dieser Projektfläche wurden Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Birk- und Gamswild umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinhuhn, Steinadler, Habicht, Sperber oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Reh- und Rotwild, Feld- und Schneehase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde teilweise zur Totholzförderung aufgestockt, teilweise abtransportiert.
Durchgeführt vom lokalen Jagdrevier Percha, 258 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.







 5. Lebensraumverbesserung für Birkwild, Steinhuhn, Schneehase und Gamswild, Örtlichkeit Jochalm im Jagdrevier Klausen  

Konkret wurden auf dieser Projektfläche Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Birkwild, Steinhuhn, Schneehase und Gamswild umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinadler, Mäusebussard, Habicht, Sperber oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Reh- und Rotwild, Feldhase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde zur Totholzförderung aufgestockt. Gleichzeitig wurden zwei artenreiche Borstgrasrasenwiesen erhalten, indem Jungwuchs entfernt und je eine Erhaltungsmahd durchgeführt wurde.
Durchgeführt vom lokalen Jagdrevier Klausen, 520 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.







 6. Lebensraumverbesserungen Örtlichkeit Blosberg im Natura 2000 Gebiet „Naturpark Rieserferner-Ahrn“  

Hier wurden Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Birk- und Auerwild sowie Steinhuhn umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinadler, Habicht, Sperber oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Reh- und Rotwild, Feld- und Schneehase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde zur Totholzförderung aufgestockt. Durchgeführt vom Jagdrevier Klausen, 220 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.







 7. Lebensraumverbesserung Örtlichkeit Kassefeld und Lutterkopf, teilweise im Natura 2000 Gebiet „Naturpark Rieserferner-Ahrn“  

Konkret wurde mit dem Vorhaben das Habitat von Birk- Auer- und Gamswild erhalten und verbessert. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinhuhn, Steinadler, Sperlingskauz, Raufußkauz, Reh- und Rotwild sowie Feld- und Schneehase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde zur Totholzförderung aufgestockt.
Durchgeführt vom Jagdrevier Antholz, 150 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.


 8. Lebensraumerhaltung Pürschtal im Natura 2000 Gebiet „Naturpark Rieserferner-Ahrn“   

Konkret wurden auf dieser Projektfläche Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Hasel- und Auerwild, sowie Reh- und Rotwild umgesetzt. Es handelt sich um weiterführende Maßnahmen, angrenzend an den Flächen von Jahr 2016. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinadler, Habicht, Sperber oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Gamswild und Feldhase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde zur Totholzförderung aufgestockt.
Durchgeführt vom Jagdrevier St. Peter/Ahrntal, 226,5 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.






 9. Lebensraumverbesserung für Birkwild, Steinhuhn und Gamswild, Örtlichkeit Pfingstroscht im Jagdrevier Feldthurns  

Konkret wurden auf dieser Projektfläche Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Birkwild, Steinhuhn und Gamswild umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinadler, Habicht, Sperber oder auch Auerhuhn, Sperlingskauz, Raufußkauz, Reh- und Rotwild, Feld- und Schneehase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde teilweise absteits der geschaffenen Flächen zur Totholzförderung aufgestockt, teilweise abtransportiert. Gleichzeitig wurden zwei artenreiche Borstgrasrasenwiesen erhalten, indem je eine Erhaltungsmahd durchgeführt wurde.
Durchgeführt vom Jagdrevier Feldthurns, 445 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.








 10. Lebensraumverbesserung zu Gunsten des Birk- und Gamswildes, Örtlichkeit Mendelkamm im Jagdrevier Kurtatsch  

Konkret wurden auf dieser Projektfläche Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Birk- und Gamswild umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinadler, Wanderfalke, Sperber oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Reh- und Rotwild, Feldhase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt, Korridore und Flugschneißen angelegt. Das Holz- und Astmaterial wurde teilweise zur Totholzförderung aufgestockt, teilweise abtransportiert.
Durchgeführt vom Jagdrevier Kurtatsch, 140 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.







 11. Lebensraumverbesserung für Birkwild, Steinhuhn, Schneehase und Gamswild, Örtlichkeit Sunzboden im Jagdrevier Klausen  

Konkret wurden auf dieser Projektfläche Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Birkwild, Steinhuhn, Schneehase und Gamswild umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinadler, Mäusebussard, Habicht, Sperber oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Waldohreule, Reh- und Rotwild, Feldhase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde zur Totholzförderung aufgestockt.
Durchgeführt vom Jagdrevier Klausen, 540 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.







 12. Lebensraumverbesserung für Birkwild, Schneehase, Gams- und Rotwild, Örtlichkeit Jochgrimm im Jagdrevier Aldein  

Konkret wurden auf dieser Projektfläche Entstrauchungsarbeiten, hauptsächlich zu Gunsten von Birkwild, Schneehase, Gams- und Rotwild umgesetzt. Von der Maßnahme profitieren aber auch weitere, teilweise sensible Tierarten wie Steinadler, Steinhuhn, Sperber oder auch Sperlingskauz, Raufußkauz, Rehwild, Feldhase. Aufkommender Jungwuchs und Jungbäume wurden entfernt. Das Holz- und Astmaterial wurde zur Totholzförderung aufgestockt.
Durchgeführt vom Jagdrevier Aldein, rund 130 ehrenamtliche Handarbeitsstunden wurden geleistet.









 13. Lebensraumverbesserung im Jagdrevier Rasen   

Seit dem Jahr 2013 werden von der Rasner Jägerschaft jährlich Schwendarbeiten durchgeführt. Bislang wurden ca. 350 Handarbeitsstunden geleistet.


 14. Lebensraumverbesserung im Jagdrevier Olang („Zilahner Wiesen“)  

Die Olanger Jäger betreiben seit 40 Jahren Biotoppflege in den „Zilahner Wiesen“. Das Heu wird händisch gemäht und anschließen in „Tristen“ gelagert. Die „Zilahner Wiesen“ sind nicht durch Forstwege erschlossen und liegen knapp an der Waldgrenze auf ca. 1.900-2.000 Höhenmetern.







 15. Lebensraumverbesserung im Jagdrevier Schlanders („Groasn Luamer“)  

Die Jägerschaft von Schlanders hat im Februar 2018 auf einer Fläche von rund 5.000 m² in der aufgelassenen Ziegelgrube oberhalb Vetzan beim „Groasn Luamer“ standortsfremde Schwarzkiefern, die in den 1950er und 1960er Jahren aufgeforstet wurden, aus dem Bestand entfernt, um die natürlich aufkommenden Flaumeichen sowie eine vielfältige Strauchflora zu fördern. Die betreffend Fläche war zuvor vom Förster und Jagdaufseher ausgewählt worden. Neben Jägerschaft und Jagdaufseher waren der der Präsident der Eigenverwaltung Vetzan, Grundbesitzer und die Forststation Schlanders in das Projekt eingebunden
Im Jahr 2017 hatten die Schlanderser Jäger eine aufgelassene Bergwiese auf Mittereben, einem aufgelassenen Berghof oberhalb von Vetzan, gemäht sowie am Kortscher Sonnenberg eine zuwachsende Galtvieh-Schafweide von aufkommendem Jungwuchs bzw. Sträuchern befreit.







 Gesamtübersicht   

Jahr 2016
1) Projektfläche Ahornacher Bergwiesen, gleichzeitig innerhalb Natura 2000 Gebiet (Jagdrevier Ahornach, 220 Handarbeitsstunden Stunden)
2) Projektfläche Kassefeld, gleichzeitig innerhalb Natura 2000 Gebiet (Jagdrevier Antholz, 92 Handarbeitsstunden Stunden)
3) Projektfläche Pürschtal, gleichzeitig innerhalb Natura 2000 Gebiet (Jagdrevier St. Peter/Ahrntal, 230,5 Handarbeitsstunden Stunden)
4) Projektfläche Hühnerspiel/Hochnall, gleichzeitig innerhalb Natura 2000 Gebiet (Jagdrevier Percha, 258 Handarbeitsstunden Stunden)
5) Projektfläche Jochalm, (Jagdrevier Klausen, 520 Handarbeitsstunden Stunden)

Jahr 2017
6) Projektfläche Blosberg, gleichzeitig innerhalb Natura 2000 Gebiet (Jagdrevier Kematen, 220 Handarbeitsstunden Stunden)
7) Projektfläche Kassefeld/Lutterkopf, gleichzeitig teilweise innerhalb Natura 2000 Gebiet (Jagdrevier Antholz, 150 Handarbeitsstunden Stunden)
8) Projektfläche Pürschtal, gleichzeitig innerhalb Natura 2000 Gebiet (Jagdrevier St. Peter/Ahrntal, 226,5 Handarbeitsstunden Stunden)
9) Projektfläche Pfingstroscht (Jagdrevier Feldthurns, 445 Handarbeitsstunden Stunden)
10) Projektfläche Meldelkamm (Jagdrevier Kurtatsch, 140 Handarbeitsstunden Stunden)
11) Projektfläche Sunzboden (Jagdrevier Klausen, 540 Handarbeitsstunden Stunden)
12) Projektfläche Jochgrimm (Jagdrevier Aldein, 130 Handarbeitsstunden Stunden)
13) Projektfläche Rasen (Jagdrevier Rasen, ca. 350 Handarbeitsstunden Stunden seit dem Jahr 2013)
14) Projektfläche Zilahner Wiesen (Jagdrevier Olang)







 

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